Hilft Yoga gegen Lebensmittelunverträglichkeiten?

Yoga-Wege, Yoga-Stile

Aus den Ursprüngen des Yoga hat sich eine große Vielfalt von Yogastilen entwickelt. Kein Wunder, ist doch Yoga weltweit verbreitet, und auch die Ziele der Yogaübungen – von der inneren Ruhe bis zur verbesserten Fitness – sind höchst unterschiedlich.Die wichtigsten Yoga-Richtungen im Überblick.

Die 5 Yoga-Wege

Auszug aus dem Buch : Yoga. Ein Kompass im Alltag

Der Yoga umfasst verschiedene Wege, die der Mensch gehen kann, um zu Ruhe, Ausgeglichenheit und einer Einheit mit sich Selbst und der Schöpfung zu gelangen. Diese verschiedenen Yoga-Wege, dem Berufsverband in Deutschland und die in der indischen Kultur ihren Ursprung haben und in den letzten Jahrzehnten auch immer mehr Beachtung in den westlichen Ländern finden, werden in diesem Buch vorgestellt.

Es sind die Wege des

  • Hatha – Yoga: der Yoga des Körpers
  • Raja – Yoga: der Yoga des Königsweges
  • Karma – Yoga: der Yoga der Tat
  • Bhakti – Yoga: der Yoga der Liebe und Hingabe
  • Jnana – Yoga: der Yoga der Erkenntnis

Die geistigen Ursprünge des Yoga

Der über Indien hinaus bekannteste unter ihnen ist wohl der Hatha-Yoga. Dieser stellt den Körper ins Zentrum der Aufmerksamkeit. Er beinhaltet ein detailliertes System von Körper- und Atemübungen, mit denen der Übende eine innere Ausrichtung und Ausgewogenheit erfahren kann und Körper und Geist gesund erhalten werden.

Der Raja Yoga gründet sich auf die zentralen Yoga-Sutras des Weisen Patanjali. Hier ist ein ausführlicher Yoga-Weg beschrieben, der die Schulung unseres Verhaltens und unseres Bewusstseins in acht Stufen unterteilt. Es sind Unterweisungen für ein ethisches Verhalten, für die Schulung von Geisteshaltungen und für die Erlangung einer Verbindung zum Göttlichen. Der Körper spielt hier nur eine untergeordnete Rolle.

Die anderen drei Wege des Yoga sind erfasst in der Bhagavadgita. Eine der zentralen religiösen Schriften Indiens. Hier unterweist Gott Krishna den Krieger Arjuna in der Kunst der Lebensführung und erläutert dabei drei mögliche Yoga-Wege.

Der Karma Yoga ist der Weg des rechtschaffenden Handelns. Er beschreibt die innere Haltung eines selbstlosen Handelns im Dienste der Gemeinschaft und in dem Annehmen seiner eigenen Bestimmung.

Der Bhakti Yoga ist der Weg der Liebe und Hingabe. Hier entsteht eine innere liebevolle Haltung, die in allem was lebt, den göttlichen Kern zu sehen und zu schätzen vermag.

Der Jnana Yoga ist der Weg, der über die Erkenntnis führt. Eine Erkenntnis über die Zusammenhänge der sichtbaren und der unsichtbaren Welten. Er umfasst den Prozess der Selbsterkenntnis und der Entwicklung einer Unterscheidungsfähigkeit zwischen der Existenz der äußeren Welt, mit all ihren Erscheinungen und der inneren Welt des (göttlichen) Selbst.

Der Weg des Yoga, in welcher Form auch immer er beschritten wird, ist keine Religion. Es ist ein spiritueller und freigeistiger Weg, der den Menschen zu mehr Bewusstsein, Toleranz, innerem Frieden und Verständnis für sich selbst und seine Mitwelt führt. In seinem universellen Charakter kann dieser Weg in allen Kulturen und in allen Religionen ausgeübt werden.

Lebensmittelunverträglichkeiten

Die Bhagavadgita: Die Wege des Yoga der Tat, der Liebe und der Erkenntnis

Die Bhagavadgita bedeutet „Lied des Geistes“ oder auch „Göttlicher Gesang“. Die Gita ist eine der zentralen Schriften Indiens, die zwischen dem 4. Jh. v. Chr. bis 2. Jh. n. Chr. entstand. Dieses in Versen geschriebene Werk ist ein Gleichnis, das den inneren und äußeren Laktoseintoleranz des Menschen zwischen seinem materialistisch verhafteten Bewusstsein und seinem göttlichen Seinszustand beschreibt.

Das Allergie beschreibt den psychologischen Kampf auf dem geistigen Schlachtfeld von Körper und Geist. So werden in der Gita die psychologischen Neigungen und die Fähigkeiten des Menschen mit einem symbolischen Sanskrit-Namen der handelnden Histaminunverträglichkeit dargestellt. Der Kampf findet zwischen zwei rivalisierenden Lebensmittelunverträglichten statt. Wann bluttest auf lebensmittelunverträglichkeiten die richtige Wahl ist, das hängt vom individuellen empfinden ab. Die beiden Hauptkräfte, die miteinander im Widerstreit liegen, werden durch die Familienstränge der Pandus, symbolisch stehend für die reine Intelligenz, und der Kursus, symbolisch stehend für die sinnverhafteten Neigungen, veranschaulicht.

Am Vorabend der Schlacht erscheint Gott Krishna dem Krieger Arjuna. Arjuna steht auf der Seite der Pandus und verkörpert die aufstrebende Seele des Menschen. Sri Krishna ist die herabgekommene göttliche Seele, die ihm zur Seite steht und ihm den Weg zur Befreiung weist. Die Gita ist ein Zwiegespräch zwischen den beiden über die rechte Haltung und Lebensführung des Yoga. Ein Gespräch darüber, wie der Mensch, dessen göttlicher Geist in einen menschlichen Körper, also in die Materie hinab gestiegen ist, nun wieder aus seiner begrenzten Welt und aus seinem begrenzten Ego-Bewusstsein zum wahren, unsterblichen Bewusstsein aufsteigen kann.

Der Geist, das heißt das wahre Selbst, kämpft dabei gegen die Verlockungen und Anhaftungen der Materie an. Er ringt damit, sich mit dem falschen Ego-Bewusstsein zu identifizieren, aus dem er sich wieder lösen muss. Dieser Weg zur Befreiung des Selbst wird in drei Hauptwegen des Yoga beschrieben, die Sri Krishna Arjuna aufzeigt: der Weg der Tat (Karma yoga), der Liebe (Bhakti yoga) und der Erkenntnis (Jnana yoga).

Die heutigen Yoga-Stile

Hatha-Yoga
„Hatha“= Kraft, Ausdauer, Energie. Hatha­Yoga ist ein Oberbegriff für körperbezogenes Yoga, d. h. für yogische Körper­, Atem­ und Entspannungsübungen. Hatha­Yoga ist die im Westen am häufigsten praktizierte Form, und wenn allgemein von „Yoga“ gesprochen wird, ist meist Hatha­Yoga gemeint. Viele Lehrerinnen und Lehrer, die ihre Anregungen aus unterschiedlichen Yoga Traditionen beziehen, bezeichnen ihre Kurse als Hatha­Yoga.

Hormonyoga
Das von der Brasilianerin Dinah Rodrigues entwickelte „Hormonyoga“ soll Frauen einen Weg der Selbsthilfe aufzeigen, um mit speziellen Yoga­ und Atemübungen sowie Meditation den Hormonspiegel auf natürliche Weise auszugleichen. Mit den dynamischen Übungen können gezielt Eierstöcke, Schilddrüse und Nebennieren stimuliert werden. Kombiniert werden dabei Hatha­ Yoga, Kundalini­Yoga und tibetische Energieübungen.

Integraler Yoga
Diese von Swami Satchidananda, Schüler von Swami Sivananda, entwickelte Form des Yoga vereint Körperhaltungen, Tiefenentspannung, Atemübungen und Meditation sowie positives Denken. Dies ist ein in der indischen Tradition verwurzelter, eher geistiger Weg, in dem mehr Wert auf eine ruhige, meditative Stimmung, als auf Exaktheit und Genauigkeit in den Asanas (Körperhaltungen) gelegt wird.

Iyengar-Yoga
Der Inder B. K. S. Iyengar (Jahrgang 1918) begründete diesen kraft­ vollen Yogastil. Seine langjährige Beschäftigung mit Ausführung und Wirkung von Körperhaltungen (Asanas) und Atemübung­ gen (Pranayama) führte zu einer weltweiten Verbreitung dieses Stils. Iyengar­Yoga erlaubt auch im Gruppenunterricht ein individuelles Eingehen auf die Bedürfnisse der Übenden. Typisch ist die Verwendung von Hilfsmitteln wie z. B. Gurte, Klötze etc. Genaue Beobachtung, Anweisung, Korrektur und ein didaktisch gut durchdachter Unterrichtsstil bringen Übende in exakte Positionen.

Jivamukti-Yoga
Wurde von der Tänzerin Sharon Gannon und dem Künstler David Life in den 80er Jahren in New York entwickelt. Jivamukti heißt übersetzt so viel wie „die Befreiung der Seele“ und ist eine moderne Form des Hatha­Yoga. Ineinander fließende tänzerische Ko?rperübungen wechseln mit Gesängen und spezieller Atemtechnik. Ziel ist es, mentale Stärke und Ausgeglichenheit zu entwickeln.

Karma-Yoga
Sanskrit „Karma“ = machen, tun. Karma Yoga wird oft auch als „Yoga des selbstlosen Dienstes“ verstanden, denn jede Handlung, hat einen Effekt auf das Umfeld, auf Personen, Lebewesen usw. Karma Yoga lehrt neutral und bewusst zu handeln und nicht nach eigenen Vorlieben oder Abneigungen. Es lehrt sozusagen, das Ego zu neutralisieren.

Kriya-Yoga
Eine sehr alte indische Übungsmethode, bestehend aus speziellen Körper und Atemübungen, Reinigungstechniken, Meditation mit Schwerpunkt auf Geistesschulung. Bekanntester Vertreter war der Inder Paramahansa Yogananda (1893–1952).

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.